Eva Aschenbrenner


Frau Eva Aschenbrenner ist am 2. Februar 1924, an Lichtmess in Kochel am See geboren. Hier ist sie aufgewachsen in bekannt karger Zeit, war kriegsdienstverpflichtet als Briefträgerin in ihrer geliebten Heimat tätig und musste so manch schlimme Nachricht überbringen. Das einfache und entbehrungsreiche Leben hat geprägt. Sie interessierte sich für Natur und schöne Steine und entwickelte schon damals einen gewissen Helferdrang, wie sie es nennt. In der Nachkriegszeit erlernte sie in München das Schneidern und erlebte die Stadt zwischen Ruinen, Schutt und  Wiederaufbau. 1954 heiratete sie ihren Mann Hans Aschenbrenner, mit dem sie einen Sohn hat. Die schweren Erkrankungen ihres Mannes Hans waren 1979 Auslöser, sich intensiv mit der Kräuterheilkunde zu beschäftigen. Ihr Wissen um Pflanzen und Natur, das Sammeln, Zubereiten und deren Anwendung bei verschiedensten Krankheiten, hat vielen Ratsuchenden geholfen. Gepaart mit ihrer Lebenserfahrung war „die Aschenbrennerin“ eine begehrte Persönlichkeit für Medien, Institutionen und Vereine.

Eva Aschenbrenner, die Kräuterfrau aus Kochel am See

Eva Aschenbrenner begann mit ihrer „Kräutererkundung“ im Jahre 1980 anlässlich einer schweren Erkrankung ihres Mannes. Sie beschäftigte sich mit volkstümlicher Heilkunde, lernte über Naturheilverfahren und probierte eine Vielzahl von Pflanzen und „Unkräutern“ der Natur aus Wald und Flur.
In Kochel und Umgebung wurde Eva Aschenbrenner im Laufe der Zeit als Kräuterfrau immer bekannter und viele Menschen suchten Rat bei ihr. Sie verließ sich auf ihre Intuition und hatte für Ratsuchende stets eine passende Lösung aus ihrer reichen Lebenserfahrung parat, ihrem Wissen aus der Naturheilkunde und unter Anwendung von Wildkräutern mit ihrer heilsamen Wirkung. Ihr Anliegen war Gesundheit und Wohlbefinden für ihre Mitmenschen, wobei sie auch immer auf den Hausarzt und die medizinischen Einrichtungen hinwies.
Auf Grund der großen Nachfrage entschloss sie sich ihr Wissen in Büchern zu sammeln. Das erste Buch erschien im Jahr 1995. Mittlerweile sind über 10 Bücher von Frau Aschenbrenner in mehreren Auflagen erschienen.
Viele Jahre gab es Kräutergänge mit Frau Aschenbrenner in ihrer Heimatgemeinde Kochel, die von Interessenten und Gästen so sehr gefragt waren, dass daraus „Seminare mit Eva Aschenbrenner“ entstanden. Sie wurden jährlich in der Vor- und Nachsaison in ihrem Heimatort Kochel abgehalten, mit Teilnehmern aus der ganzen Bundesrepublik und den angrenzenden Nachbarländern, die auf diese Weise auch die herrliche Voralpenlandschaft rund um Kochel am See kennen lernten.
Die „Aschenbrennerin“ aus Kochel war weit über das Oberland hinaus um ihren Rat gefragt. Und so war es nicht verwunderlich, dass sie gerne als Referentin zu Vorträgen verschiedenster Institutionen eingeladen wurde. Die Palette dabei reicht z.B. von Vereinen und Verbänden unterschiedlicher Richtungen, Kommunen und privaten Veranstaltungen, über Bildungseinrichtungen, kirchliche, soziale Institutionen und Messe-Auftritten in größeren Orten und Städten. Ihre frische, direkte Art ließ jeden Vortrag zum Erlebnis werden und so war es nicht verwunderlich, wenn der Raum oder Saal die Besucher kaum fassen konnte.
Auch bei den Medien, ob regional oder bundesweit, war die „Aschenbrennerin“ gefragt. Sie war bei Funk und Fernsehen zu hören und zu sehen, wie z.B. in der Sendung WIB, “Wir in Bayern” des Bayerischen Fernsehens, beim BR-Hörfunk, beim SFW, z.B. in der Sendung „Menschen“ bei Frank Elstner, regelmäßig bei Pfarrer Fliege und v.m. wo sie in über 25 Jahren „angewandter Kräuterkunde“ viele Wild- und Heilkräuter zur Sammlung und Anwendung im Hausgebrauch vorstellte.
Ihre Lebenserfahrung und ihr Kräuterwissen um das sogenannte Unkraut, „das Gott hat wachsen lassen“, das Sammeln im Jahreskreis in freier Natur und die Anwendung der Wildkräuter waren ihr Anliegen, das sie gerne weitergeben hat.

Eva Aschenbrenner

© 2013 Rudi Herden